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Handballer von TVH und WHO mit Fehlstart vor direktem Duell

Die Handballer von TV Hersfeld und HSG Werra WHO kassierten jeweils die zweite Saisonniederlage.

Bad Hersfeld/Obersuhl. Findungsphase – Klappe, die zweite: Das Rätselraten bei den Hersfelder Handballern war nach der 22:31-Pleite gegen die HSG Fuldatal in der Landesliga groß.

 

Während das erste Spiel in Baunatal nur knapp mit 26:27 verloren ging, gab es nun ein echtes Debakel.

Die Nerven dürften die größte Rolle spielen. Vor allem in der ersten Viertelstunde der zweiten Hälfte, als der TVH erneut in Rückstand geriet und sah, dass es nicht zu einem Erfolg reichen würde, ließen die Gastgeber die Köpfe hängen. Tor um Tor bauten die Gäste ihren Vorsprung aus, während das Spiel an den Hersfeldern komplett vorbeilief. Nicht ein einziges Mal schafften es die Hausherren in dieser Phase, den Gegner unter Druck zu setzen.

Wenige positive Ansätze

In der 54. Minute lagen sie sogar mit elf Treffern (17:28) im Rückstand. Dass sie diesen auf neun Tore verkürzen konnten, war neben der kurzen Aufholjagd in Hälfte eins einer der wenigen positiven Ansätze, die das Team zeigte. „Das war wichtig, dass wir uns noch einmal aufgerafft haben“, sagte Matthias Deppe. Der Trainer wollte nichts beschönigen und nahm auch kein Blatt vor den Mund: „Das, was wir heute gezeigt, geht gar nicht. Aber das ist jetzt ein Lernprozess, den wir durchmachen. Da müssen wir durch. Wir müssen lernen, lernen, lernen ...“ Lernen müssen die Hersfelder vor allem das Zusammenspiel. Absprachen, Spielzüge – Fehlanzeige. In erster Linie vermisste man einen, der seine Mitspieler mitreißt. „Es fehlen momentan noch die Spieler, die Führung übernehmen kann“, sagte der noch verletzte Keeper Kai Hüter. Wolfsanger war mit solchen Akteuren komfortabel besetzt. In der Abwehr führte Sven Hinz Regie, vorne Nils Gericke. Adrian Rudolph und Marian Seibert warfen die meisten Tore (je sieben).

Obwohl auf der Gegenseite Mark Petersen auf der Rückraum-Mitte-Position neunmal einnetzte, konnte auch er in der zweiten Hälfte die Partie nicht an sich reißen. Weil ihn seine Vorderleute in der Abwehr in Stich ließen, konnte auch Tobias Kretz im Tor nichts an der Niederlage ändern. „Wir müssen nun so schnell wie möglich den Hebel umlegen“, sagt Deppe. „Wir müssen das umsetzen, was wir uns vornehmen.“ Hoffnung macht da die erste Hälfte, in der der TVH einen Vier-Tore-Rückstand aufholte.

Viel Zeit, die Fehler zu beheben, haben die Hersfelder nicht. Am Samstag (17.30 Uhr) steht das Derby in Obersuhl an. Auch bei der Werra WHO herrscht Rätselraten über die letzte Niederlage beim Mitaufsteiger Wesertal, die aber knapper ausfiel als die der Hersfelder. „Wir haben vor dem Tor zu viele Nerven gezeigt“, stellte Hartmut Knaut fest. Der WHO-Trainer freut sich auf dieses Duell: „Wir wollen jetzt gegen Hersfeld den ersten Sieg.“

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Lars  Matthiessen

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